Acreon Schritt für Schritt erklärt
Mit einem Nachrangdarlehen leihen Sie dem Eigentümer einer Immobilie Geld. Sie werden nicht Miteigentümer, sondern Darlehensgeber: Dafür erhalten Sie einen festen Zins, und am Ende der Laufzeit erhalten Sie Ihr Kapital zurück.
«Nachrangig» beschreibt die Reihenfolge der Rückzahlung. Zuerst wird die Bank bedient, danach Sie. Das Eigenkapital des Eigentümers steht hinter Ihnen — es trägt jeden Verlust zuerst.
Für Sie heisst das: Ihr Ertrag ist von Anfang an fest vereinbart, und zwischen Ihrem Darlehen und einem Verlust steht immer zuerst das Eigenkapital des Eigentümers.
Banken dürfen eine Immobilie oft nicht so hoch belehnen, wie es ihr Marktwert erlauben würde. Regulatorische Vorgaben begrenzen sie — unabhängig von der Qualität des Objekts.
Hier setzt das Nachrangdarlehen an: Es schliesst die Lücke zwischen Bankkredit und Eigenkapital. Der Eigentümer setzt so gebundenes Kapital frei, etwa für eine Renovation oder den nächsten Kauf. Dafür zahlt er auf dem Nachrangdarlehen einen höheren Zins als auf der Bankhypothek.
Für Sie heisst das: Sie erhalten Zugang zu einer Anlageklasse, die bisher institutionellen Geldgebern vorbehalten war — mit einem Zins, der über dem einer Bankhypothek liegt.
Jedes Darlehen bei Acreon ist durch einen Schuldbrief besichert. Ein Schuldbrief ist ein amtliches Pfandrecht: Er wird öffentlich beurkundet und im Grundbuch eingetragen — dem staatlichen Register aller Grundstücke.
Zahlt der Eigentümer nicht, haftet die Immobilie selbst für Ihre Forderung. Sie kann verwertet werden, und Ihr Darlehen wird aus dem Erlös zurückbezahlt. Reicht der Erlös nicht, haftet der Schuldner zusätzlich mit seinem übrigen Vermögen.
Für Sie heisst das: Ihre Forderung hängt nicht an einem Versprechen, sondern an einem im staatlichen Register eingetragenen Pfand.
Wie viel eine Immobilie wert ist, bestimmen bei Acreon unabhängige, akkreditierte Schätzer — nie der Eigentümer und nie wir selbst. Belehnt wird höchstens bis zum Mittelwert dieser Bewertungen.
Beispiel: Eine Immobilie wird mit CHF 1'000'000 bewertet. Die Bank finanziert CHF 600'000, das Nachrangdarlehen CHF 200'000. Der Wert müsste also um mehr als CHF 200'000 fallen — über 20 Prozent —, bevor Ihr Darlehen überhaupt betroffen wäre.
Zusätzlich müssen die Mieteinnahmen die laufenden Zins- und Amortisationszahlungen decken — auch in unserem Stresstest.
Für Sie heisst das: Zwischen dem heutigen Wert der Immobilie und Ihrem Darlehen liegt ein bewusst gross gehaltener Sicherheitsabstand.
Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss fest vereinbart und ändert sich während der Laufzeit nicht. Die Zinsen werden Ihnen laufend auf Ihr Bankkonto überwiesen; in Ihrem Acreon-Konto sehen Sie jederzeit den aktuellen Stand.
Beispiel: Bei CHF 10'000 zu 5 Prozent erhalten Sie CHF 500 Zins pro Jahr — vor Steuern. Am Ende der Laufzeit zahlt der Eigentümer Ihr Kapital vollständig zurück.
Zinsen sind steuerbares Einkommen, und das Darlehen gehört in Ihr Wertschriftenverzeichnis. Massgebend ist Ihre persönliche Situation — im Zweifel fragen Sie Ihre Steuerberatung.
Für Sie heisst das: Sie wissen ab dem ersten Tag, welchen Betrag Sie wann erhalten.
Bleibt eine Zahlung aus, handelt Acreon ab dem ersten Tag: Zahlungsbefehl, vorbereitete Rechtsöffnung, standardisierte Verwertung. Die Immobilie wird zwangsverwertet, also öffentlich verkauft.
Der Erlös wird nach Rang verteilt: zuerst die Verfahrenskosten und die Bank, dann Ihr Nachrangdarlehen, zuletzt der Eigentümer. Beispiel: Bank CHF 600'000, Nachrangdarlehen CHF 200'000, Verkaufserlös CHF 850'000 — die Bank wird voll bezahlt, Ihr Darlehen ebenfalls, der Rest geht an den Eigentümer.
Reicht der Erlös nicht, erhalten Sie nur einen Teil zurück. Der Schuldner haftet für den Fehlbetrag zwar weiter mit seinem übrigen Vermögen — eine Garantie ist das aber nicht.
Für Sie heisst das: Der Ernstfall ist kein Chaos, sondern ein geordnetes, gesetzlich geregeltes Verfahren — und Ihre Position darin ist von Anfang an klar.
Ein Nachrangdarlehen ist eine Anlage mit echtem Risiko. Fällt der Wert der Immobilie stark und reicht der Verwertungserlös nicht, verlieren Sie einen Teil Ihres Einsatzes — im Extremfall alles. Das kann auch eintreten, ohne dass der Eigentümer formell Konkurs geht.
Ihr Geld ist bis zum Laufzeitende gebunden: Es gibt keinen Handelsplatz, über den Sie vorzeitig verkaufen können. Ein Nachrangdarlehen ist keine Bankeinlage — es besteht keine Einlagensicherung.
Mehr als Ihren Einsatz können Sie nicht verlieren; eine Nachschusspflicht gibt es nicht. Investieren Sie deshalb nur Geld, das Sie entbehren können, und verteilen Sie es über mehrere Projekte.
Für Sie heisst das: Dem festen Zins steht ein reales Verlustrisiko gegenüber. Genau darum drehen sich alle unsere Sicherheitsstandards.
Einfacher Ablauf
01Projekt auswählen
Suchen Sie sich ein Finanzierungsvorhaben aus, das optimal zu Ihren Vorstellungen von Risiko und Ertrag passt. Zu Ihrer Sicherheit ist jedes Nachrangdarlehen stets durch einen offiziellen Schuldbrief im Grundbuch besichert.
02Darlehen vergeben
Greifen Sie auf umfassende Objektbeschreibungen, tiefgehende Dokumentationen und fundierte Expertenanalysen zu. Ihre Investition schliessen Sie anschliessend bequem und mit nur wenigen Klicks über unsere rein digitale Plattform ab.
03Laufende Zinserträge erhalten
Acreon kümmert sich darum, dass Ihre Zinsen zuverlässig auf Ihr Bankkonto überwiesen und übersichtlich online dargestellt werden – so behalten Sie die Wertentwicklung stets im Blick.
04Kapitalrückzahlung
Nach Ablauf der vereinbarten Frist wird Ihnen Ihr ursprünglich investiertes Kapital zuzüglich aller noch offenen Zinsbeträge vollständig zurückerstattet.
Wie ein Nachrangdarlehen funktioniert.
ScrollenKapitalstruktur und Verlustwasserfall
Finanzierungsstruktur, schematisch dargestellt. Ein Objekt, das bei Acreon gelistet wird, wird finanziert durch eine Bankfinanzierung, das Nachrangdarlehen in das Sie investieren, und durch Eigenkapital. Ziehen Sie den Schieberegler um zu sehen, wie im Falle eines Wertverlustes der Immobilie die verschiedenen Finanzierungsbestandteile betroffen werden und um wie viel der Wert der Immobilie sinken müsste, damit Ihr Nachrangdarlehen betroffen ist.
Kostendeckung durch Mieteinnahmen
Ziehen Sie die Schieberegler, um zu sehen, um wie viel die Mieteinnahmen einbrechen oder die Zinskosten der bestehenden Bankfinanzierung ansteigen müssten, damit die Mieteinnahmen die laufenden Kosten des Objektes nicht mehr decken würden.